28 06 2019 | JazzSonanz & JazzUp
 

Erstmalig laden die Lokschuppm-Macher zu einem 2. Event innerhalb eines Monats. Beim Preopening 2017 hatten die jungen Musikerinnen und Musiker von JazzUp, die alle aus dem Raum Kirchdorf/Krems stammen, ihren Premierenauftritt im Lokschuppm. Sie überzeugten dabei mit viel Musikverständnis von und mit Hits von Herbie Hancock, Stevie Wonder und anderen Größen des Jazz und Funk sowie einer Reihe von feinen Eigenkompositionen.

Zur Einstimmung werden von drei gestandenen Musikern, Manfred Punz, Joe Resl und Sven Lukas Wällerstedt, auch bekannt als JazzSonanz, Swing, Bebop und Fusion Jazz serviert. Das Trio, alles Musiker mit Musikhochschulabschluss, stammen ebenfalls aus dem Raum Kirchdorf. Das Heimspiel des Jahres in der diesjährigen Lokschuppm-Saison.


JazzSonanz
Manfred Punz - keys
Joe Resl - drums
Lukas Wällerstedt - bass


JazzUp
Anna-Maria Schnabl - vocal
David Wasserbauer - sax
Felix Nitsch - bass
Lorenz Nitsch - trump
Michael Klaffenböck - guitar
Moritz Meixner - drums
Thomas Sulzbacher - keys


JazzUp-Webseite

14 06 2019 | Raphael Wressnig & The Soul Gift Band feat. Sabine Stieger

Rauchende Tasten und mitreißender Rhythmus, die treffende Kurzbeschreibung für einen Lokschuppm-Stammgast. Nach 2014 dürfen wir den charismatischen „Performer“ an den Hammond-Tasten wieder in Klaus begrüßen. Seine Referenz nach vier Jahren Lokschuppm-Pause, Raphael Wressnig wurde beim Downbeat Critics Poll vier Mal in Folge zum „Best Organ Player“ nominiert.

Seine Missionarstätigkeit in Sachen Soul, Funk, Jazz und Blues führt ihn nach wie vor durch die ganze Europäische Union, Russland, den mittleren Osten, Afrika, Asien, die Karibik, sowie Nord- und Südamerika. Schon am Tag nach dem Lokschuppm-Konzert steht ein Gig in der Nähe von Lyon in Frankreich am Programm.

Das neueste Album „Chicken Burrito“ hat Raphael Wressnig im November 2017 mit dem legendären Drummer James Gadson (103rd Watt Street Band, Charles Wright, Bill Withers, Paul McCartney, D'Angelo, Eddie Harris uvm.) und dem Gitarristen Alex Schultz aufgenommen. Auf sieben neuen Songs von Raphael Wressnig sorgen Gadson und Schultz im Verbund mit dem Hammond-Master für ein absolutes Soul- und Funk-Feuerwerk. Trotz seiner weltweiten Auftritte an den Hotspots der Szene kehrt der gebürtige Grazer aber immer wieder gerne in den Lokschuppm zurück.


Raphael Wressnig  - Organ keys
Enrico Crivellaro - guitar
Axel Müller - sax
Horst Michael Schaffer - trump
Peter Lenz - drums
Sabine Stieger - vocal


Raphael Wressnig - Webseite

10 05 2019 | Mojo Blues Band
 

Was für Downbeat Kruder & Dorfmeister, für Jazz Joe Zawinul oder für Pop Falco waren/sind, ist für den Blues zweifelsfrei die Mojo Blues Band. Keine andere heimische Gruppe hat in der Welt des Zwölftakters jenen Stellenwert, wie die Wiener um Mastermind Erik Trauner. 1977 begann im legendären Jazzland eine Erfolgsgeschichte sondergleichen, gespickt mit Integrität und Authentizität aber auch mit genreübergreifenden Hits. In diesem Sinne ist die Mojo Blues Band ein exquisiter, lebender Beweis für die Haltung des Großmeisters des Nachkriegs-Blues, Luther Allison, der einst festhielt, dass Blues „keine Angelegenheit der Rasse, Hautfarbe oder Herkunft“ sei. Denn natürlich stand die Wiege der MBB nicht im Mississippi-Delta sondern im Zentrum der heimischen Bundeshauptstadt. Da bedarf es umso mehr an Hartnäckigkeit, Durchsetzungsvermögen und Talent, wenn man auf den internationalen Bühnen reüssieren möchte. Manche meinen, eine kleine Portion an Verrücktheit gehöre auch dazu. An all dem dürfte etwas dran sein, wenn man vom 8. Wiener Gemeindebezirk aus startet und letztlich eine der großen Legenden des Chicagoblues, Tail Dragger, zum begeisterten Ausruf animiert: „They´re the blackest white boys I´ve ever seen!“ Erik Trauner ist seinen Weg dabei über die Jahrzehnte unbeirrt, zielstrebig und konsequent gegangen, Chicago Blues, R&B und Country-Blues zu vermengen und seine Mitstreiter so auszuwählen, dass die jeweils aktuelle Besetzung der Mojo Blues Band auch die jeweils beste ihrer Zeit ist. Dabei gibt es keinerlei Anbiederung sondern weiterhin unverrückbare Liebe für den Blues und seine Wurzeln. Wären Erik Trauner und die Mojo Blues Band ein Film, könnte der Titel wohl nur lauten: „Die Unbestechlichen“. Gut, dass Österreich eine derartige Marke besitzt.

Text Dietmar Hoscher

 

Erik Trauner - leadvocal, guitar, harp
Siggi Fassl - vocal, guitar, slideguitar
Charlie Furthner - piano
.............. - upright bass
Didi Mattersberger - drums
 

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